Juli 19, 2024

Target Sprint: Gemischte Gefühle in Steinwenden

Die dritte Station der Target Sprint Trophy war für unsere Sportler ein halbes Heimspiel: Denn während die ersten beiden Stationen der Wettkampfserie in Aplerbeck und Reisbach mit mehrstündigen Autofahrten und Hotelaufenthalten verbunden war, ging es für die dritte Wettkampfstation in die Pfalz nach Steinwenden. Auf der Anlage, die nur rund 40 Minuten von Lebach entfernt liegt, waren wir in den letzten Jahren schon öfter für gemeinsame Trainings mit den Pfälzern zu Gast. Entsprechend groß war bei unserem Team die Vorfreude auf den Wettkampf.

Mit dabei waren dieses Mal insgesamt fünf saarländische Sportler: Neben Ben König (Jugend männlich) gingen Luca Diehl, Tobias Reichert, Jean-Luc Diehl (alle Herren I) und Richard Langenbahn (Herren IV) in Steinwenden an den Start. Die Hoffnungen im Team waren dabei groß, immerhin gab es bei der letzten Station der Target Sprint Trophy im Bayernpark gleich mehrere Top-Ergebnisse zu bejubeln.

Ben wird bester Deutscher

Als erster saarländischer Sportler ging Ben König in der Altersklasse Jugend männlich an den Start. Neben der nationalen Konkurrenz war in seiner Startklasse mit Nils Reusser auch noch ein Athlet aus der Schweiz vertreten. Und während der Schweizer im ersten der beiden Läufe gerade am Schießstand deutlich das Feld anführte, schaffte es Ben unter den deutschen Startern die Nase vorn zu haben. Nach zwei soliden Schießeinlagen kam er 10 Sekunden vor dem drittplatzierten Jannik Arnold (SV Wolfartsweiler) als Zweiter und bester Deutscher ins Ziel.

Im zweiten Lauf steigerte sich Ben insbesondere am Schießstand. Während er sein gutes Schießtempo aus dem ersten Lauf beibehielt, war er dieses Mal wesentlich treffsicherer. In der Folge setzte er sich nicht nur deutlich von der restlichen nationalen Konkurrenz ab, sondern duellierte sich dieses Mal sogar mit dem Schweizer Nils Reusser um den Sieg. Auf einer spannenden Schlussrunde hatte Ben am Ende mit einem Vorsprung von knapp 3 Sekunden die Nase vorn. In der Gesamtwertung blieb der Schweizer aufgrund der schnelleren Zeit im ersten Lauf dennoch vorne. Ben erreichte insgesamt jedoch einen guten zweiten Platz und steht damit nach dem Rennen im Bayernpark auch in Steinwenden wieder in der nationalen Konkurrenz ganz oben.

Rennen zum Vergessen bei den Herren I

Mit den Plätzen vier und acht hatten Tobias Reichert und Jean-Luc Diehl beim letzten Trophy-Wettkampf im Bayernpark gezeigt, dass sie zur erweiterten nationalen Spitze gehörten. In ähnliche Sphären wollten die beiden dementsprechend auch in Steinwenden wieder laufen. Mit ihnen ging Luca Diehl ins Rennen, für den es der erste Target Sprint-Wettkampf der Saison war. Zuerst stand für alle drei jedoch erst einmal die Qualifikation für das Finale auf dem Programm. Dort gehen nämlich nur die neun zeitschnellsten der Qualifikation an den Start. Luca, Tobias und Jean-Luc gingen alle drei im ersten der beiden Heats an den Start, der etwas schwächer besetzt war. Entsprechend war die Devise hier auf Angriff zu gehen und eine gute Zeit vorzulegen.

Doch schon beim ersten Schießen erlitten die saarländischen Hoffnungen einen deutlichen Dämpfer. Alle drei Sportler unseres Teams benötigten gleich mehrere Nachlader und verloren so wertvolle Sekunden. Besonders stark beutelte es Jean-Luc, der Opfer der berühmt berüchtigten „Nähmaschine“ wurde und alle 15 Schüsse benötigte, um die fünf Scheiben abzuräumen. Tobias kam aus saarländischer Sicht noch am Besten durch und konnte mit einem soliden zweiten Schießen immerhin noch den zweiten Platz im Heat erobern. Mit der insgesamt zehntschnellsten Zeit aller Sportler verpasste auch er jedoch das Finale. Luca und Jean-Luc Diehl reihten sich dahinter auf den Plätzen 14 und 16 ein. Ein gebrauchter Wettkampf für unser Team, der allerdings nur ein Ausreißer bleiben dürfte.

Silber zum Abschluss für Richard Langenbahn

Den Abschluss der Einzel-Wettkämpfe machte das Rennen der Herren IV. Hier gab es zwei Läufe deren Zeiten zusammengerechnet wurden. Als saarländischer Teilnehmer war hier Richard Langenbahn am Start, der im vergangenen Jahr in Dingolfing Deutscher Meister in dieser Altersklasse wurde. Läuferisch war Richard dem vier Jahre jüngeren Führenden Jochen Polenske (SV Lindlar) deutlich unterlegen, beim Schießstand bemühte er sich jedoch immer wieder heranzukommen. Da jedoch auch Polenske treffsicher am Schießstand war, reichte dies nicht, um an den Mann aus Rheinhessen heranzukommen. Richard belegte entsprechend nach dem ersten der beiden Läufe den zweiten Rang hinter Polenske. Hinter den beiden lag Dieter Zeller (SSG Rheingönnheim) auf dem dritten Platz.

Auch im zweiten Lauf wiederholte sich das gleiche Bild, sodass schon früh kein Zweifel mehr an der Verteilung der Podestplätze aufkam. Jochen Polenske behauptete damit seine Führung mit einem Vorsprung von 1:15 min vor Richard Langenbahn, dem ein guter zweiter Platz gelang. Dahinter landete Dieter Zeller mit einem Rückstand von 1:30 min auf Richard auf Platz drei.

Staffel-Wettkämpfe liefern Grund zum Jubeln

Nach den Einzelrennen gingen Ben König und Jean-Luc Diehl noch in der Single-Mixed-Staffel an den Start. Beide waren dabei jeweils ein Teil einer verbandsübergreifenden Staffel. Ben ging in der Altersklasse Jugend mit Regine Tempelfeld (SV 1874 Laubach) aus Hessen ins Rennen. Jean-Luc trat mit Romy Linhart (SV Bondorf) aus Württemberg in der Altersklasse Damen/Herren I an.

Und Ben bestätigte in seinem Staffelrennen seine gute Form. Nachdem seine Partnerin Regine Tempelfeld die beiden bereits in eine gute Ausgangssituation gebracht hatte, blieb Ben am Schießstand wieder souverän und konnte so am Ende als Erster die Ziellinie überqueren. Hinter den beiden landeten Milia und Matti Kußmaul (beide SV Bondorf) und das Team von Ruby Knoch (BSV Aplerbeck) und Jannik Arnold (SV Wolfartsweiler) auf den Plätzen zwei und drei.

Etwas überschaubarer waren da die Erwartungen bei Romy Linhart und Jean-Luc Diehl. Im starken Feld der Klasse Damen/Herren I ging es in erster Linie darum eine gute Leistung zu zeigen und sich Selbstbewusstsein am Schießstand zu holen und das gelang beiden recht gut. Nach ordentlichen Lauf- und Schießergebnissen kamen die beiden auf dem achten Platz ins Ziel.