November 25, 2020

Gute Ergebnisse bei Testwettkampf in Oberhof

Am Wochenende standen für unsere Athletinnen Johanna Recktenwald (mit Begleitläufer Valentin Haag) und Sally Leidinger in der Skihalle in Oberhof die ersten Wettkämpfe der noch jungen Saison auf dem Programm. Nachdem im Vorjahr erstmals die deutschen Meisterschaften im Para Ski Nordisch ausgetragen wurden, hätte es in diesem Jahr eigentlich wieder um deutsche Meistertitel in den Disziplinen Langlauf und Biathlon gehen sollen. Leider machte Corona diesem Vorhaben jedoch einen Strich durch die Rechnung und so konnten die Wettkämpfe „nur“ als nationalmannschaftsinterner Testwettkampf ausgetragen werden. Dies schmälerte die Bedeutung der Rennen als Fingerzeig für die kommende Saison jedoch nicht. Insbesondere in der traditionell stark besetzten Startklasse der sehbehinderten Damen, in der auch Johanna und Sally an den Start gingen.

Den Auftakt bildeten am Samstag die Rennen über 5km in der klassischen Technik. Sally musste hier im Vergleich zum Vorjahr die doppelte Distanz laufen, schlug sich aber dennoch bravourös und zeigte – auch wenn sie von der Spitze noch ein gutes Stück entfernt ist – dass ihre Entwicklung in die richtige Richtung geht. Johanna ging im Klassikrennen, aufgrund von Schulterproblemen nicht an den Start und schonte sich stattdessen für den am darauffolgenden Tag stattfindenden Biathlonwettkampf.

Dort legte sie läuferisch direkt gut los und kam fast gleichauf mit den Besten zum ersten Schießen und ging nach einem schnellen und fehlerfreien Schießen in Führung liegend in die zweite Runde. Diesen Vorsprung konnte sie bis zum zweiten Schießen verteidigen und begann auch dieses Mal wieder schnell und sicher, ließ jedoch die letzten beiden Scheiben stehen und machte es so noch einmal spannend. Doch auch die Konkurrenz kam nicht fehlerfrei durch und so ging Johanna mit einem Vorsprung von knapp 30 Sekunden auf die letzten beiden Kilometer. Bis knapp einen Kilometer vor Schluss sah alles danach aus, dass Johanna diesen Vorsprung sicher ins Ziel bringen würde, dann stürzte sie jedoch in einer Abfahrt und verlor dadurch nicht nur Zeit, sondern musste den letzten Kilometer auch noch unter Schmerzen laufen. Dennoch quälte sie sich noch einmal bis ins Ziel und konnte am Ende tatsächlich ihren Vorsprung verteidigen. Im Ziel lag sie schließlich 17 Sekunden vor Leonie Walter und 42 Sekunden vor Vivien Hösch, die auf den Plätzen 2 und 3 ins Ziel kamen. Sally landete nach einer ebenfalls sehr couragierten Leistung letztendlich auf dem fünften Platz. Sie hatte nach einem Stockbruch Probleme auf der Strecke, kämpfte sich aber dennoch ins Ziel und konnte sich im Vergleich zum Vorjahr deutlich verbessern.

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