Juli 19, 2024

Doppel-Bronze für Saarländische Athleten

Am vergangenen Wochenende gab es gleich für zwei Sportler, die bei uns im Saarland mit dem Biathlonsport begonnen haben, Medaillen zu bejubeln: Sowohl Simon Kaiser als auch Johanna Recktenwald landeten bei ihren Wettkämpfen im IBU-Cup bzw. im Para-Biathlon-Weltcup auf dem Podest.

Fehlerfrei aufs Podium

Simon Kaiser konnte beim einzigen Heim-IBU-Cup der Saison am Arber eine herausragende Leistung zeigen und blieb im Sprintrennen bei herausfordernden Bedingungen am Schießstand sowohl liegend als auch stehend fehlerfrei. Beflügelt vom guten Schießen gab er auf der Schlussrunde noch einmal alles und kam mit Startnummer 29 als zwischenzeitlich Führender ins Ziel. Zwar verdrängte ihn bereits wenige Minuten später das Norwegische Laufwunder Johan-Olav Botn mit über einer Minute Vorsprung auf Platz zwei, danach konnte jedoch nur noch Martin Uldal die Zeit von Simon knacken, sodass er sich seinen zweiten Podestplatz in dieser Saison sichern konnte.

Nach einer eher enttäuschenden Europameisterschaft mit den Plätzen 26, 33 und 28 war es für Simon ein wichtiger Achtungserfolg, der ihm für die letzten beiden IBU-Cups in Obertilliach noch einmal Rückenwind geben dürfte. Weiter geht es dort am 29. Februar ebenfalls mit einem Sprint-Wettkampf.

https://www.youtube.com/live/5r18wj3_4cw?feature=shared&t=3342
In diesem Video kannst du dir das Rennen von Simon noch einmal anschauen.

Bronze-Hattrick in Martell

Für Johanna Recktenwald waren die Wettkämpfe in Martell im dünnen Weltcup-Kalender die ersten Biathlon-Weltcups in diesem Winter und zugleich die einzigen Biathlon-Wettkämpfe vor der anstehenden Weltmeisterschaft in Kanada. Und nachdem Johanna bereits im letzten Winter fast schon Dauergast auf dem Podium war, stand sie auch dieses Mal wieder in allen drei Weltcup-Rennen auf dem Podest.

Nachdem sie zum Auftakt im Sprint-Wettkampf mit ihrem Guide Pirmin Strecker in einem spannenden Fernduell gegen Natalia Tkachenko zu Bronze lief, konnte sie diese Leistung im Anschluss sowohl in der Verfolgung als auch über die Mitteldistanz wiederholen, um so ihren Bronze-Hattrick komplett zu machen. Auch die anderen beiden Plätze auf dem Podium blieben über alle drei Rennen gleich verteilt. Gold sicherte sich in allen drei Rennen Johannas Teamkollegin Linn Kazmaier (mit Guide Florian Baumann) und auch Silber ging mit Leonie Walter (mit Guide Christian Krasman) an eine deutsche Athletin.

Für Johanna und das restliche Deutsche Team eine vielversprechende Generalprobe, bevor es in knapp einem Monat ins kanadische Prince George geht, wo dann die Weltmeisterschaften im Para Ski-Langlauf und im Para-Biathlon auf dem Programm stehen. Ein Ort, der bei Johanna gute Erinnerungen wecken dürfte: 2019 hatte sie bei den letzten Weltmeisterschaften in Prince George im Alter von gerade einmal 17 Jahren die erste WM-Medaille ihrer Karriere gewinnen können. Mit Leistungen wie zuletzt in Martell dürften in diesem Winter weitere WM-Medaillen in Kanada hinzukommen.