Mai 26, 2024

Sommerbiathleten mit Marathon-Debüt in Paris

Gleich 3 Sportler unserer Sommergruppe hatten sich im letzten Herbst zum Ziel gesetzt beim diesjährigen Paris-Marathon ihr erstes Marathon-Rennen überhaupt zu bestreiten. Nach vielen längeren Läufen zur Vorbereitung war es am vergangenen Wochenende endlich soweit und Felix Hofer, Tobias Reichert und Luca Diehl machten sich auf den Weg nach Paris, wo auf sie ein mehr als 42km langer Rundkurs durch zahlreiche Sehenswürdigkeiten der Stadt wartete.

Für die Sehenswürdigkeiten hatten unsere drei Sportler angesichts der herausfordernden Distanz jedoch während des Laufs nur wenig Aufmerksamkeit. Während alle drei bei guter Stimmung gemeinsam auf die ersten Kilometer gingen, trennten sich ihre Wege schon bald und es entwickelte sich für jeden Sportler sein eigener Kampf mit sich selbst und der langen Laufstrecke.

Tobias Reichert fliegt durch Paris

Besonders bravourös schlug sich dabei Tobias Reichert, der nach einem verhaltenen Tempo zum Start im Laufe des Rennens immer schneller wurde und zur Rennhälfte eine Pace von 4:30 an den Tag legte. Bis Kilometer 35 konnte er dieses Tempo weitestgehend halten, musste dann auf den letzten Kilometern dem hohen Tempo jedoch Tribut zollen und wurde mit etwa 5:20 min/km etwas langsamer. Dennoch biss er sich weiter durch und schaffte es am Ende dennoch den Marathon in einer Zeit von 3:28:48 zu beenden und somit unter der Marke von 3:30 Stunden zu bleiben. Unter den fast 54.000 Teilnehmern landete er damit unter den besten 9.000 Sportlern.

Luca Diehl und der Kampf mit der 4-Stunden-Marke

Bei Luca fiel das Tempo aus Respekt vor der langen Laufstrecke etwas verhaltener aus. In rund 5:40 min/km bewegte er sich durch die Straßen von Paris mit dem Ziel dieses Tempo möglichst lange konstant halten und hinten raus eventuell noch erhöhen zu können. Denn auch wenn das oberste Ziel erst einmal war, überhaupt ins Ziel zu kommen, war die große Hoffnung für Luca mit einem konstanten Tempo die 4-Stunden-Marke angreifen zu können. Und tatsächlich gelang es Luca seine Geschwindigkeit aus den ersten Kilometern fast über die gesamte Laufstrecke zu halten.

Trotz einiger Aufs- und Abs brach er zu keinem Zeitpunkt wirklich ein und es kristallisierte sich wenige Kilometer vor Schluss heraus, dass es ein hauchdünner Kampf um die 4-Stunden-Marke werden würde. Das motivierte Luca noch einmal zusätzlich und er schaffte es, sein Tempo auf den letzten 4 km noch einmal kontinuierlich zu steigern. Mit einem beeindruckenden Endspurt erreichte er am Ende in 3:59:17 – und damit unter vier Stunden – das Ziel.

Felix Hofer mit Willensstärke bis zum Ziel

Für Felix Hofer waren bereits die Tage vor dem Marathon von Problemen mit seinem Knie geprägt, welches beim Laufen immer wieder Probleme gemacht hatte. Nach viel Erholung und Dehnübungen im Vorfeld, war er vor dem Start vorsichtig optimistisch, was sein Knie anbelangte, doch bereits nach wenigen Kilometern, spürte Felix während des Marathons, dass sein Knie erneut nicht richtig rund lief. Dennoch blieb er bis Kilometer 23 konstant bei einer Pace von rund 5:45 min/km und war auf einem guten Weg zu einer Zeit im Bereich von knapp vier Stunden, als der Zustand seines Knies immer schlechter wurde.

Nachdem er sein Knie kaum noch beugen konnte, musste er zwischendurch immer wieder gehen, biss sich jedoch trotzdem weiter durch und schaffte es auf den letzten zwei Kilometern sogar noch einmal das Tempo etwas zu erhöhen. Letztendlich kam er in einer Zeit von 5:07:28 ins Ziel. Wichtiger als die Zeit war angesichts der Umstände jedoch die beeindruckende Willensleistung von Felix, es trotz der widrigen Bedingungen noch bis ins Ziel zu schaffen.

An dieser Stelle noch einmal großen Respekt und Glückwünsche an Felix, sowie an Tobias und Luca für ihre Leistungen und auch ein großes Dankeschön an Carina, die das Trio begleitet und Bilder und Videos während des Marathons gemacht hat.

Tobias Reichert, Luca Diehl und Felix Hofer (von links nach rechts) nach dem Rennen mit ihren Finisher-Shirts und Medaillen